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Rassebeschreibung/Geschichte

Geschichte:

Die Vorfahren des heutigen Manchester Terrier sind alte englische Terrier, denen man bis in 19. Jahrhundert keine großartige Aufmerksamkeit schenkte und die sich nach Lust und Laune vermehren konnten. Denn Selektion war damals noch ein Fremdwort. Alle Terrier bildeten eine große Familie, sahen aber mit der Zeit alle sehr unterschiedlich aus. Im Jahr 1837 versuchte Thomas Bell erstmals die verschiedenen Hunde zu klassifizieren. Er trennte die schottischen Terrier, kurzbeinig und mit zottigem Fell, von den eleganteren englischen Terriern, denen längere Läufe, ein spitzer Fang und ein schwarz-rotes Fell zugeordnet wurden.

Damit der Manchester Terrier noch schöner werden konnte, kreuzte man den weißen altenglischen Terrier (Bullterrier) ein, von dem der Manchester Terrier vornehme Züge erwarten konnte. Außerdem kreuzte man den Whippet oder das italienische Windspiel (hier streiten sich die Experten, genaue Aufzeichnungen gibt es leider nicht) ein, damit der Manchester Terrier feinere Gliedmaßen erwerben und schneller werden konnte. Heute weiß man nicht mehr genau, wann die Rasse erstmals in ihrem heute typischen Aussehen aufgetreten ist oder erwähnt wurde. Tatsache ist aber, daß es sich um eine sehr alte Terrierrasse handelt, welche unter der Bezeichnung "Black-and-Tan Terrier" bekannt wurde.

Bis 1898 hatte diese Rasse stetig an Liebhabern gewonnen. Dies änderte sich jedoch schlagartig, als das Parlament im Jahre 1898 auf Drängen des Prinzen von Wales (später King Edward VII) das Kupieren für illegal erklärte. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte man sich nie über ein schönes Ohr gedanken gemacht, geschweige denn züchterische Anstrengungen in dieser Richtung unternommen. Jetzt traten die genetisch bedingten Ohrenformen zutage. So gab es Hunde mit schweren, eng am Kopf anliegenden Hängeohren, Hunde mit seitlich abstehenden Ohren und welche mit nach vorne gekippten Ohren. Da man offensichtlich Schwierigkeiten hatte, sich mit diesem Anblick anzufreunden, führte das Kupierverbot fast zum Niedergang dieser Rasse. Nach Ende des ersten Weltkriegs gab es in England noch 11 Manchester Terrier mit Ahnentafel. 1937 wurde wieder ein neuer Rassezuchtclub aufgebaut, der British Manchester Terrier Club. 1955 konnte die erste Championship Show durchgeführt werden. Langsam erholte sich die Rasse und wurde wieder populärer. Einer Handvoll von hochmotivierten Rasseliebhabern in England und in den USA ist es zu verdanken, daß der Manchester Terrier heute noch existiert. Erst fast 60 Jahren nach Erlaß des Kupierverbots setzte sich das nach vorne fallende, V-förmige Kippohr durch und die Rasse wurde langsam auch weltweit wieder bekannt. In den USA und in Kanada, wo kein Kupierverbot herrschte, behielt der Manchester Terrier seine altbekannte Form. In Europa hatte es der Terrier nicht allzu leicht. Der Standard war in punkto Farbe und Fell viel zu strickt und später wurden die Hunde sogar nach Gewicht in verschiedene Untergruppen eingeteilt.

Wesen und Haltung

Der Manchester Terrier ist zwar heute in erster Linie ein Begleithund, doch früher wurden die Hunde für die Jagd unter der Erde eingesetzt. Besonders verbreitet war er in den Industriestädten Nordenglands, wo er als leidenschaftlicher Ratten- und Mäusefänger galt. Die Hafengebiete von Liverpool und Manchester litten, wie alle Häfen und Großstädte jener Zeit, unter einer großen Rattenplage. Was lag da näher als die flinken "Black-and-Tan Terrier" dagegen einzusetzen. Diese Hunde, welche sich durch Intelligenz und Schnelligkeit auszeichneten, brachten die idealen Voraussetzungen mit, dieses Problem unter Kontrolle zu bekommen. Sie waren die geborenen Rattenbeißer - flink, schnell und unerschrocken. Besonders die Dockarbeiter in den Hafenstädten Manchester und Liverpool schätzten diesen Hundeschlag. Um die Laderäume eines Schiffes zu reinigen, wurden diese vierbeinigen Helfer immer zuerst an Bord geschickt. Die Züchter um 1800 waren zunächst nur an den Arbeitsqualitäten der Rasse interessiert. Mit der Zeit organisierte man jedoch sogenannte "Ratkillings" als Volksbelustigung. Dabei wurde der Hund in eine Grube reingeworfen in der es nur so vor Ratten wimmelte. Dort mußte er dann in einer bestimmten Zeit so viele Ratten wie möglich totbeißen. Hohe Wetten wurden auf die Hunde beim "Töten nach der Stoppuhr" abgeschlossen. In allen Büchern wird "Billy" erwähnt, welcher in 6 Minuten 32 Sekunden, 100 Ratten zu töten vermochte. Man erwartete von diesen Hunden, daß sie mit einem Biß die Ratte töten um sich sofort die Nächste zu schnappen. Zu dieser Zeit waren die Ohren dieser in der Pit "arbeitenden" Hunde kupiert um das Verletzungsrisiko zu minimieren. 1835 wurden alle Arten von Tierkämpfen in England offiziell verboten. Noch heute ist der Manchester Terrier jedoch kaum zu halten, wenn er eine Ratte (auch Meerschweinchen, Hamster oder Eichhörnchen) über den Hof laufen oder im Garten huschen sieht.

Es ist dem Manchester Terrier egal wo seine Menschen leben, ob in einer ruhigen Wohnung oder auf dem Land. Der Manchester Terrier ist sehr anpassungsfähig und möchte dort leben, wo auch sein Mensch lebt. Natürlich ist er am glücklichsten, wenn er auf dem Hof Ratten und andere Nager jagen darf (zur Not tun es auch ein paar Hühner). Im Haus sucht er sich ganz schnell ein Plätzchen zwischen Eckregal und Lesesessel. Und wenn er dann auch noch auf dem alten Pulli (mit Geruch von Herrchen oder Frauchen) liegen darf, dann ist er der glücklichste Hund der Welt.

Ein Manchester Terrier braucht jedoch genügend Bewegung und am besten eine Aufgabe, dann ist er ein ruhiger und ausgeglichener Hausgenosse. Man sollte mindestens 1,5 bis 2 Stunden täglich mit ihm spazierengehen, am besten (je nach Möglichkeit) frei laufen und mit dem Ball spielen. Diese Rasse ist auch besonders gut für Agility und andere Hundesportarten geeignet. Auch zum Laufen neben dem Fahrrad (erst ab einem Alter ab 12 Monaten) eignet sich der Manchester Terrier hervorragend. So bewegt ist der Manchester Terrier im Haus ein ruhiger und ausgeglichener Hund, der jedoch zu jeder Tageszeit gern spielt. Er benötigt, wie alle Terrier, eine konsequente (aber nicht harte oder laute) Erziehung, dann fügt er sich gut in jede Familie ein. Man sollte den Dickkopf diese echten Terriers trotz seines niedlichen Aussehens und seines treuen Hundeblickes nicht unterschätzen. Er ist jedoch sehr menschenbezogen und extrem kinderlieb und deshalb bestens für Familien geeignet. Für Leute ohne Hundeerfahrung ist er bei Besuch einer Welpenschule (wird von fast jedem ortansässigen Hundeclub angeboten) ebenfalls kein Problem.

Namensfindung

Es gab in der Vergangenheit große Auseinandersetzungen, welchen Namen diese Rasse tragen soll. 1873 wurde das Zuchtbuch des Kennel Club für die Rasse "English Black-and-Tan Terrier" oder einfach "Black-and-Tan Terrier" eröffnet. Da man einige namhafte Züchter der Region um Manchester und im besonderen Mr. Sam Handley, einem sehr bekannten Rasseexperten, die Ehre erweisen wollte, wurde der Name später in "Manchester Terrier" umbenannt. Er wurde aber wieder in "Black-and-Tan" geändert und abermals in "Manchester Terrier" umgewandelt, unter dem er bis heute geführt wird. Hugh Dalziel, ein anerkannter Richter jener Tage schrieb in Stonehenge's Buch "Dogs of the British Islands": "So groß die Ehre auch sein mag, daß man ihn "Manchester Terrier" nennt, größer wäre die Ehre noch, ihn "English" zu nennen." Dalziel beschrieb den Manchester Terrier als den elegantest geformten und anmutigsten aller Terrier. Er war ein entschiedener Gegner des Kupierens und schrieb schon 1879 heftige Angriffe gegen diese Praxis.

Ernährung und Pflege

Die Ernährung des Manchster Terriers ist sehr leicht. Er frißt im Normalfall einfach alles. Da aber auch er gesund bleiben soll, sollte man genau auf die Dosierungsanweisungen der verschiedenen Futtermittel achten. Man sollte dann auch darauf achten, daß der Hund immer genügend frisches Wasser hat. Während der Wachstumsphase sollte man ihm täglich ca. 30 g Hartkäse oder Frischkäse vorsetzen, damit seine Knochen mit dem nötigen Kalzium versorgt werden.

Es reicht aus, den Manchester Terrier ein- bis zweimal wöchentlich zu bürsten, um die toten Haare zu entfernen. Die geht am besten mit einer Gummibürste oder einem Noppenhandschuh aus Gummi. Zwischen den Ballen wachsen Haare, die von Zeit zu Zeit abgeschnitten werden sollten. Alle 3 bis 4 Monate kann er gebadet werden, natürlich mit einem milden Hundeschampoo. Ansonsten genügt zur Fellreinigung ein feuchtes Fensterleder.


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